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Montag, 12. Januar 2015

Heute, Montag. ... Speiseplan. Resteessen.

HEUTE. Ein Speiseplan. Nicht nur ein -plan. Resteessen am MONTAG.

Eigentlich, wenn die Reste nix mehr hergeben, gibt es Kartoffeln - und die als Suppe umfunktioniert.

Heute.
Heute zeige ich einmal ganz spontan,  was es bei mir zu essen gibt.
Vielleicht nicht spektakulär, dennoch bestimmt für den einen oder anderen eine Anregung. Eine Anregung, seine Reste gut zu verwerten.

Bei mir wird nichts weggeworfen, außer ... es ist wirklich nicht mehr genießbar.

Morgens gibt es Kaffee. Einen großen Pott, ca. ein halber Liter; intus Kaffeesahne.
Später schaue ich neugierig in den Kühlschrank. Ja, das WE hatte so einiges zu bieten. Überall eine Portion, manches Mal nicht mal die. Eine Suppe finde ich im Mittelfach. Reis von gestern. Da gabs Gulasch, von dem eigentlich noch mehr übrig sein sollte; aber Gulasch? ... da wird immer zugelangt.

Heute. Heute stelle ich Brotteig hin.

nach diesem Rezept. Einfach mit dem Löffel gemischt.  Stehen lassen und
später in die Kastenform verfrachtet.

Natürlich habe ich noch nichts im Magen. Gestern das viele Fleisch bzw. Gulasch. Meine Eingeweide verlangen da nach Frischem. Salat - wie so oft.

Im Kühlschrank finde ich noch Feldsalat und die gekochten roten Bete. Hier kaufe ich immer gleich 10 Stück, da lohnt sich das Kochen. (Ich koche sie lieber selbst, da weiß ich was ich hab  und schmecken auch viel besser, weil Salzdosierungen und Kümmelzugabe nach meinem Gusto stimmen).

Ein paar Zwiebelwürfelchen, Kräuteressig und Kräuteröl, Salz, Pfeffer und fertig ist das Frühstück.



Später dann gibt es den Rest Brokkolisuppe vom Samstag.
Hier habe ich den Brokkoli (500 g) kleingeschnitten und mit Brühe, Zwiebel, Knoblauch, einer Chili ca. 5 Minuten geköchelt. Dann die Suppe mit dem Stabmixer zerkleinert. So entstand schön natürlich eine cremige Suppe. Eine rote Paprika hatte ich in kleine Streifchen geschnitten und in die noch heiße Suppe gegeben. So bleibt der Paprika schön knackig und man hat das Gefühl von Frische noch.


Für die Familie, heißt Mann und Sohn, gibts den Reis. Am nächsten Tag eignet er sich wunderbar zu Reispfannen, weil gut durchgezogen.

  • eine große Schüssel Parboiled-Reis, gekocht
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 2 EL Paprika edelsüß
  • 1 EL Paprika rosenscharf
  • 2 getrocknete Chilies
  • 1 TL Pizzagewürz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Tomatenmark
  • Olivenöl
  • 200 g Rinderhack

Zwiebeln und Knoblauchzehen in einer großen Pfanne mit Olivenöl anbraten. Das Hackfleisch mitbruzzeln, bis es gut braun und krümelig ist. Die Paprikaschote, welche in große Stücke geschnitten wurde, sodann. Jetzt den Reis dazu, die Kidneybohnen (ohne Dose) sowie den Mais (wieder ohne Dose).
Die Gewürze, wie Paprikapulver, Chilies, Pizzagewürz, Pfeffer auch.
Mit Salz abschmecken.

Gut mischen und kurz weiterbruzzeln.

Ein würziges Pfännchen. Wahrscheinlich gibt es noch Kopfsalat dazu. Den nehm ich mit, wenn ich nachher weggehe.
Super Abendessen. Das freut die Herren bestimmt.


Mit Paprikapulver rosenscharf noch obenauf gewürzt. 

Heute.
Heute gab es Resteessen, fein aufgemöbelt und oftmals sogar geschmacklich noch besser,  
weil durchgezogen.

Sonntag, 7. September 2014

schnell mal ein Schäuferla

Wie man schon aus verschiedenen letzten Posts herausgelesen hat, ist meine Rückkehr zur Fleischfraktion besiegelt. Wobei jedoch ein Selten oder besser Sonntagsbraten daraus geworden ist. Wie es früher in meiner Kindheit auch schon so war. Kehrt man vielleicht zu den Anfängen zurück, wenn man älter wird?
So richtig kann ich die Frage nicht beantworten, denn im richtigen Alter bin ich dafür wohl noch nicht angekommen, wobei es auch eine Ansichtssache ist - garantiert.

Jedenfalls möchte ich heute mal wieder ein Rezept der großen weiten Welt zur Verfügung stellen, das vielleicht so oder ähnlich bestimmt schon existiert. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass jeder sein persönliches Rezept für dieses doch typisch fränkische Gericht parat hat.

Hier also ohne Umschweife mein persönliches SCHÄUFERLE:

Für 3 Personen gerechnet:

  • 3 Schäuferle (das ist ein Teil aus der Schulter des Nutzschweines, klingt seltsam, ist aber so)
  • 3 EL Kümmel
  • 3 EL Salz
  • 3 EL Pfeffer aus der Mühle, grob gemahlen
  • 1 Karotte
  • 1 Tomate
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Stange Lauch
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Liter Bier (vorrangig Pils)
  • 1/4 Liter Brühe aus Brühwürfeln

Die Schäuferla von jeder Seite mit dem Salz, Kümmel, Pfeffer einreiben und in eine große Bratreine legen.
Das Gemüse sowie die Zwiebeln und den Knoblauch mit Schale drumherum legen.

Die Pfanne so in den Ofen schieben. Einschalten auf 125 Grad Umluft und den Braten so
zwei Stunden langsam bruzzeln lassen.
Wenn dann das Gemüse und das Fleisch aussieht, dass es etwas gebräunt ist, eine Flasche Bier darüber gießen und weitere zwei Stunden auf dieser Temperatur weiter braten.

Die Brühe in der letzten Stunde seitlich heiß aufgießen.

Die geringe Temperatur lässt das Schäuferle butterweich werden. Es fällt praktisch von selber vom Knochen. Wenn die daran befindliche Schwarte knusprig sein soll, die letzte Viertelstunde auf dem Rost auf 200 Grad bruzzeln lassen.

---------------- Die Soße:
Die Schäuferle herausheben und die Soße durch ein Sieb gießen, so dass die Bruzzelgemüsen im Sieb bleiben. Die Soße braucht eigentlich keine Würze mehr und ist fertig. Wer mag und es dicklicher liebt, kann einen Esslöffel Speisestärke in zwei Esslöffeln Wasser anrühren und kurz die Soße damit aufkochen.

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Dazu gibt es oft Kartoffelklöße, so richtig traditionell.
Ein wenig moderner, so nenn ich das jetzt, war es allerdings heut. Da gab es Brezenknödel. Eine neue Leidenschaft meines Mannes, welcher inzwischen zum Kochen wie auch Backen sehr intensiv mit viel Freude beiträgt. Die Rezepte stammen meist aus dem Internet. Welche Seite, will er nicht verraten.

Das Rezept ist jedoch wie das der Semmelknödeln ähnlich:

Brezen kleinschneiden, mit Milch einweichen. Eier hinzufügen und mit in Butter kurz geschwenkter Petersilie und Zwiebeln mischen. Durchziehen lassen und entweder Knödel daraus formen oder aber eine Rolle daraus machen, welche entweder in Küchentuch gewickelt wird oder in Folie.
Viertelstunde mehr ziehen als kochen lassen und fertig ist die Maus/Knödel/Knödelrolle.


 In Bezug auf "schnell" will ich noch ein wenig revidieren, was soviel aussagen soll, wie dass es eigentlich ein Gericht ist, das man durchaus mal vergessen kann. Einen Spaziergang, einen Besuch machen, oder einfach auch aufs Essen warten. Nichts weiter machen und sich drauf freuen, denn viel Arbeit macht das wirklich nicht.

Heute z.B. bin ich mal schnell aufs Herbstvolksfest Nürnberg gefahren. Gut, ist ja auch nur zehn Minuten von uns weg. Die Männer schnell ein Match auf dem Tennisplatz. So hatte jeder seins. ;)

Die Knödel waren auch vorbereitet und brauchten nur 15 Minuten im Wasser baden.
So gut organisiert kann ein Sonntagsbraten niemals in Stress ausarten.