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Samstag, 21. Juni 2014

Nudeln, Pasta ... immer wieder anders

Pastagerichte gibts ja zuhauf. Pastas oder auch einfach normal immer noch die "gemeine Nudel" gibts inzwischen fertig im Kühlregal. Eigentlich lohnt sich das Selbermachen nicht.
Doch wer so ein richtiger Freak ist, der macht seine Pasta trotzdem selber. Und gibt ihnen immer wieder mit einer neuen Kreation eine andere Note.

Genauso wie mit den passenden Soßen, die auch immens in der Fülle sind.
Im Grunde ist dieses Gericht ein sogenanntes Allerweltsessen. Nudeln mit Champignonsoße gabs schon bei mir in der Kindheit. Und die liegt ja nun inzwischen schon einige Jahrzehnte zurück.
Trotzdem kommen diese Nudelgerichte anscheinend nie aus der Mode und schmecken immer.

Natürlich muss man einen gewissen Elan dafür verspüren, seine Nudeln selber zu machen. Was wirklich auch gar nicht schwer ist und mit etwas Übung auch nicht zeitaufwendig. Mehl, Eier, Gewürze, Salz und fertig ist im Grunde die Nudel. Im Grunde ja, im Grunde auch wieder nein, denn die Mischung machts ja immer wieder neu.

Hier - Pastarezept. In diesem Rezept habe ich schon eine Anleitung für meinen persönlichen Nudelteig gegeben. Und ähnlich kommt er auch dieses Mal wieder daher, jedoch in der Zusammensetzung, wie auch dem Geschmack, trotzdem wieder mit einem Touch anderer Würzigkeit.
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 100 g Dinkelmehl Type 630
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Kräuteressig
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 2 TL Kurkuma (wegen der schönen Gelbfärbung)
  • 1 TL Pfeffer aus der Mühle, grob gemahlen
  • 3 Eier
  • ca. 50 ml Wasser
  • 2 TL Bärlauch getrocknet
Diese Menge ist für 4 Portionen Nudelteig ausreichend.


Flüssige Zutaten wie Wasser, Eier, Öl, Essig sowie die Gewürze Salz, Pfeffer, Paprika, Kurkuma, Bärlauch gut verrühren. Langsam das gemischte Mehl hinzurühren. Später dann kneten.
Den Teig zu einer Kugel formen - wenn zu weich, noch etwas Grieß zufügen (der festigt schön).
Zugedeckt  oder mit Folie eingewickelt in der Küche eine halbe Stunde durchziehen lassen. Das Mehl quillt nun mit den flüssigen Zutaten, so dass der Teig kompakt wird.

Jetzt habe ich noch ein Rezept für eine Champignonsoße: 
  • 500 g weiße Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Tomate
  • 50 ml Sahne
  • 50 ml Nudelwasser
  • 50 ml Weißwein (eher eine herbe Sorte)
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 TL Paprika rosenscharf
  • 2 TL Bärlauch getrocknet 
  • 1 EL Mehl
  • 1/2 Würfel fette Brühe (vegetarisch natürlich Gemüsebrühepulver)
Zuerst bereite ich die Pilzsoße zu, da die Pasta besser nicht so lang warten soll.

Zwiebel, Knoblauch kleinschneiden. Pilze halbieren und vierteln.
Zwiebel und Knoblauch in erhitzter Butter mit Öl anbräunen. Pilze zufügen. Kurz bruzzeln lassen.  Klein geschnittene Tomate zufügen.
Mehl überstäuben. Gut mischen. Dann kommen die Gewürze dazu (den Bärlauch nicht, der kommt am Schluss drüber - ist ja schließlich ein Kraut, das nicht kochen soll).

Die Sache mit Sahne, Wein zur cremigen Soße rühren (das Nudelwasser kommt zum Schluss dazu, wenn die Nudeln gekocht sind).

Pilzsoße nun zudecken und "warten" lassen. Denn jetzt werden die Nudeln bereitet.

Dafür kleine Portionen des Nudelteigs abschneiden und erst mit breitester Einstellung kleine Fladen drehen. Anschließend auf Stufe 2 - das ist die beste Einstellung, nicht zu dick und nicht zu dünn.

Wenn alle Platten ausgerollt sind, welche auf bemehltem Küchentuch lagern, kommt die Schlussstellung an die Reihe. Hier habe ich die Tagliatelle-Einstellung (breite Nudeln) genommen, die schmecken am besten zu Soßen aller Art.

Während ich die Nudeln ausrolle, kocht inzwischen natürlich ein großer Topf mit Salzwasser. Darin werden nun alle ausgerollten Tagliatelles knappe 2 Minuten unter Rühren und offenem Topf gekocht,
abgeseiht und jetzt etwas von dem Nudelwasser noch in die Pilzsoße einrühren.

Die Pasta ist nun fertig und kann mitsamt der Pilzsoße serviert werden. Hier passt noch ein grüner Salat oder auch Gurkensalat dazu, genauso wie am besten Weißwein, vielleicht auch Bier.

Anm.: Die Nudelmaschine ist recht günstig in der Anschaffung. Ich habe sie inzwischen schon zwei Jahrzehnte und erfreut sich immer noch "bester Gesundheit", heißt ist wirklich haltbar. Allerdings ist es eine handbetriebene Kurbeltechnik; das Teil wird am Tisch angeschraubt. Der Preis war gerade mal 10 Euro und gibts in jedem größeren Lebensmittelhandel zu kaufen. Anschaffung lohnt wirklich, besonders wenn man gerne selbstgemachte Nudeln isst, die allein vom Geschmack her auch jeder im Kühlregal den Rang ablaufen - aber bestimmt!

So jetzt noch Bilder dazu, damit man auch sieht wie das ganze ausschaut: