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Dienstag, 23. September 2014

Köstlicher Spinat!

Frisch geernteter Spinat ist eine Delikatesse. 

Der berühmte "Blubb" (Werbung mit Verona Pooth 1999, die sich anscheinend hält) ist hier natürlich noch nicht enthalten, den muss oder vielmehr sollte man sich jedoch gönnen, denn Spinat hat immer was Herbes, was in der Kindheit doch manch negativ verzogenes Gesicht hervorrief.
Und da der Geschmack immer noch wesentlich ist, ist der berühmte "Blubb" praktisch ein Muss - aber ein persönlich zugefügter!

Sahne und Butter verfeinern alle Speisen, weshalb ein Stich Butter, ein Schuss Sahne, abrundet und jedem Gemüse und mancher Süßspeise (z.B. Grieß-, Reisbrei) den gewissen Kick gibt.
Beim Spinat ist es nicht unbedingt die Butter, sondern das sahnige, und damit auch abmildernde Ergebnis, die Vervollkommnung sozusagen, welche den Geschmack erheblich, bestimmt um 50 Prozent, steigert.

Und: Spinat ist nicht gleich Spinat!
Die tiefgekühlte Variante ist sicher einfach zu handhaben, birgt jedoch immer einen Geschmacksverlust in sich, auch wenn - und vielleicht gerade deshalb? - die Gewürze schon fertig integriert sind.
Einige Sorten habe ich schon probiert und immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass frische Ware am besten schmeckt.
Letztens habe ich einen Beitrag über Tiefkühlkost im Fernsehen gesehen, wo mir mein persönlicher Geschmack bestätigt hat, dass nicht, wie zuvor immer angepriesen, alle Vitamine enthalten seien, weil wie berichtet, der "pflückfrische Spinat" sofort den Kälteschock erfährt.
Gut, das mag schon stimmen, allerdings ist das vorherige öftere Waschen ein Schock für die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe, weshalb auch der Geschmack, der ursprüngliche, nicht mit künstlich zugefügten Aromastoffen angereicherte, erheblich leidet, die Konservierung (Lagerung) durch die Kälte ist trotzdem auch ein Verlust.
Natürlich will man seine Ware verkaufen, weshalb dem Käufer eingeflößt wird, dieses Produkt ist das Beste und jeder frischen Ware vorzuziehen.

Ich bin davon überzeugt, dass man Werbung kritischst!!! beäugen und sich nicht von schönen Bildern und Worten blenden lassen sollte. Schließlich geht es um das persönliche Wohlbefinden und somit die eigene Gesundheit.

Auf dem Markt werden einige Sorten angeboten, wobei mir der regionale und damit eben fränkische Spinat am besten schmeckt. Ich bin mir nicht sicher, ob Geschmack antrainiert ist, könnte aber auch an und in den Genen verankert sein, dass man eine bestimmte Vorliebe für Lebensmittel zeigt.

Für mich ist es wichtig, dass z.B., um beim Spinat zu bleiben, die Struktur fest ist. Die Blätter zusammen mit der Wurzel noch eine Einheit bilden. Lose Blätter verlieren schnell an Kraft, was ja auch verständlich ist, da der Halt fehlt. Möglich wäre natürlich auch, dass es an der Sorte liegt.

Mein Favorit ist also der aus Franken stammende, was jetzt keine Werbung sein soll wohlbetont, sondern nur eine geschmackliche Vorliebe.

Spinat passt sich an vielen Quiches, Tartes und auch Pizzas, Pastas an. Kartoffelauflauf Fanchonette ist so ein Beispiel für die besonders feine, hier französische Küche, in der Spinat eine Königsrolle spielt, versteckt ein wenig und trotzdem heraus ragt. Das Rezept ist schon ein halbes Jahrhundert alt und trotzdem ein nicht nur optischer Blickfang. Ich finde sowieso, dass Spinat am besten mit der Potacke (Kartoffel) sozusagen eine Hochzeit feiert.
Und Spinat ist sogar als Heilpflanze bekannt (Quelle: Spinat - Wikipedia).

Ganz simpel, schnell und einfach ist meine nachfolgende Zubereitung, die ich in dieser Art am meisten zubereite. So passt SPINAT zu fast allen Gerichten, in welchen Gemüse als Beilage harmoniert.


REZEPT für 2 Personen:
  • 700 g frischer Spinat (am besten ein kräftiger, mit Wurzel)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Petersilienwurzel oder ein Stück von ca. 3 cm
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 50 ml Sahne
  • 2 TL Mehl (Dinkelvollkornmehl)
  • Peffer aus der Mühle, grob gemahlen
  • 1/2 TL Salz (nach Geschmack auch weniger)
  • Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung:
Zwiebel  kleinschneiden,  Knoblauch in Scheiben, Petersilienwurzel ebenfalls in dünne Scheiben.

Spinat waschen, die Wurzel abschneiden. Abtropfen lassen.

Butter und Olivenöl in einer Pfanne mit den Zwiebeln, Knoblauch und der Petersilienwurzel erhitzen. Dunkelgelb bruzzeln.  Den Spinat  hinzugeben. Deckel auflegen und den Spinat zusammenfallen lassen. Mehl überstäuben und Sahne zugießen. Salzen, pfeffern und Muskatnuss obenauf.

Der Spinat braucht nun noch ca. 3 Minuten auf ausgeschalteter Herdplatte und ist praktisch fertig.
Hier habe ich ihn noch mit dem Kartoffelstampfer etwas gedrückt.

Abschmecken. Manchmal gebe ich noch etwas Flüssigwürze hinzu.


Dazu habe ich, weils so gut harmoniert und natürlich schmeckt, einen Kartoffelstampf gemacht.
Aus gekochten Salzkartoffeln mit Milch, Sahne, Butter, Olivenöl.

 


Mittwoch, 1. Mai 2013

Kartoffelauflauf Fanchonette

Heute sollte es etwas mit Kartoffeln geben. Kartoffelgerichte - ja, hier kenne ich einige. Angefangen von Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer, Kartoffelklöße, Kartoffelbrei, Kartoffelpfanne bis  Kartoffeln noch und nöcher. Die Vielfalt ist da wirklich unendlich. Ich war auch schlau. Bin nämlich im Besitz eines alten Kartoffelbuches. Aufgestöbert auf dem Flohmarkt. Wie schön!

Hierin stöberte ich heute. Allein wegen den Anregungen, die mich immer wieder fesseln. Das Buch heißt "Kartoffeln lecker, deftig und gesund". Herausgegeben 1987 vom Lingen Verlag, Köln.
Schön bebildert und auch wie üblich mit guten Anleitungen.

Zuhause hatte ich noch Spinat und da sollte es irgendeine Kombi mit Kartoffeln geben. Ja, klar, ich weiß, man könne einfach den Spinat dünsten und die Kartoffeln als Salzkartoffeln gekocht schlicht dazu quetschen, ein Spiegelei und fertig ist die Maus!
So langweilig wollte ich das aber nicht gestalten und wühlte bzw. blätterte darin.
Und ...
... ich wurde auch fündig!
Genau mein Geschmack! Genau meine Zutaten! ... und doch wieder was anderes.

Sicher wird der Eine oder Andere das Gericht vielleicht kennen. Denn eigentlich ist es ein Resteverwertungs-Rezept, obwohl französisch als "DIE FEINE BACKWARE" gepriesen.

Gut. Ich gebe zu, Französisch - die Sprache beherrsche ich wenig. Aber die französische Küche ist schon mit die Allerfeinste und von daher war es gepongt: DAS TEIL WIRD PROBIERT !


REZEPT lt. Buch:

Kartoffelteig:
500 g Kartoffeln, Salz,
weißer Pfeffer,
geriebene Muskatnuss,
2 Eigelb
30 g Butter, 2 Eiweiß

Spinat:
500 g Spinat, Salz
1/2 l Wasser,
30 g Butter,
(10 Minuten kochen)

Margarine zum Einfetten der Form.

Außerdem:
3 EL geriebener Parmesam
20 g Butter,
1 Bund Petersilie.



Und hier nun meine Version:

Kartoffelteig:
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 100 g Quark
  • 2 Eier
  • 2 EL Hartweizengrieß
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • 100 g Emmentaler, gerieben

Spinat: 
  • 500 g Spinat
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • geriebene Muskatnuss
 Außerdem:
  • 100 g Mozzarella (der geriebene)
  • Olivenöl
  • Pfeffer aus der Mühle

Kartoffeln schälen. Achteln. Mit Wasser bedeckt und Salzzugabe 15 Minuten köcheln. Abgießen. Auskühlen. Pfeffer, Muskat, Quark, Eier, Hartweizengrieß, Kartoffelstärke und Emmentaler zugeben und gut mischen. Abschmeken und evtl. nachwürzen.

Spinat waschen. Zwiebel und Knoblauchzehe kleinschneiden und in Butter mit Olivenöl gemischt glasig-gelb dünsten. Spinat, ebenfalls kleingeschnitten, zugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Salz, Pfeffer und Muskat nach Geschmack.

Eine Kuchenform fetten und eine Lage Kartoffelteig hineingeben. Darauf den Spinat. Obenauf Kartoffelteig und mit Mozzarella dick belegen. Mit Olivenöl beträufeln und pfeffern.

Den Kartoffelkuchen nun bei 175 Grad im Ofen ca. 25 Minuten backen.

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UNTERSCHIED zur Urversion ist bei mir einmal, dass der Spinat nicht in Wasser gekocht wurde und dass ich beim Kartoffelteig noch Quark, Grieß, Stärke und Emmentaler zugefügt habe.

Irgendwie fand ich das deftiger, z.B. den Spinat mit Zwiebel und Knoblauch (eben wie ein Spinat sonst auch zubereitet wird) kurz in etwas Öl/Fett zu dämpfen und nicht in der Wasserversenkung zur 10-Minuten-Matsche umzufunktionieren.

... und die Petersilie fand ich komplett überflüssig.
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Jedenfalls ...
... WAR VOLL OBERLECKER !!!
... kann ich dazu nur sagen.


 






Donnerstag, 28. März 2013

Fitkost (3)

... und weiter gehts: Die Experimentierfreude kennt keine Grenzen!
Fitkost nenne ich meine neue oder vielmehr WIEDER neu hervorgekramte Gerichte-Experimentiererei, wobei Gericht sicher das richtige Wort dabei ist. Ein Gericht, so will ich mich da mal ausdrücken, bei dem ich jeweils wirklich praktisch vor Gericht gehe, es kritisch beäuge und da ich Verbesserungen immer im Auge behalte, auch ein Aspekt  mit dabei ist, der im Hinterkopf bleiben wird.

Viel spielt die Optik bei mir eine Rolle. Ein Essen das optisch nicht gut rüber kommt, ist für mich sowieso gleich von vorneherein unten durch! Die Farben spielen eine große Rolle und dass nicht, wie es oftmals so üblich ist, gleich der ganze Kochpottinhalt auf dem Teller landet, von dem man praktisch gleich die ganze Woche davon leben könnte.
Nein und abermals NEIN! - so nicht!

Ich benutze in erster Linie natürliche Lebensmittel, also ohne jegliche Zusätze wie Farb- und Konservierungsmittel jeglicher Art, genauso wie ich auch die Frische bevorzuge, allenfalls tiefgekühlte Ware.

Ein Augenmerk für meinen jetzigen Ansporn ist natürlich wieder eine Krankheitswelle. Auch wenns nur sogenannte Zipperlein sind, die augenscheinlich wieder so schnell verfliegen werden wie sie gekommen sind, gibt es doch immer ein Alarmzeichen, wie ich schon in meinen vormaligen Posts Fitkost (2) Fitkost (1) Anti-Allergiekost berichtet habe. Sicher ist hier auch, wenn ich so genau zurückforsche, der Aspekt als wichtig anzuerkennen, dass man bei Ekel vor bestimmten Produkten garantiert nicht lange warten muss, bis die äußeren Anzeichen zu sehen sind.

Ich hatte sehr viel Fleisch und -produkte zu mir genommen; mag also durchaus sein, dass diese Ekelgefühle sich in der Form äußerten, dass ich nun keinerlei Wurst- und Fleischprodukte mehr zu mir nehme.

Wie dem auch sei, eine Besserung hinsichtlich meiner Allergien ist zu verzeichnen, die sich nicht nur in Form von Schnupfen, verstopfter Nase, Schwäche, Antriebslosigkeit, Ziehen hier und Ziehen da (die sogenannten Zipperleins), Asthma, Husten, Atemnot sogar, bemerkbar machten, sondern auch die Haut in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese Anzeichen sind praktisch auf null gesunken. Hier könnte man sich durchaus vorstellen, dass die Ernährungsumstellung durchaus, zumindest größtenteils, mit verantwortlich dafür ist, dass eine positive Veränderung stattgefunden hat.

Im Anschluss zeige ich meine neuesten Experimente. Einmal die "BREIKONSTELLATION" - klingt urig, ich weiß, aber so nenn ich das eben einfach.

Hierbei handelt es sich um das so oft gerühmte Rote-Bete-Püree mit Kartoffelbeisatz. Also ganz ehrlich: IST NICHT MEIN DING!

Der süßliche Geschmack ist vielleicht eher etwas für Süßspeisen, obwohl ich noch ordentlich versucht hatte, dem Ganzen eine salzige Komponente zuzufügen. Farblich jedoch TOP!




Natürlich sind mir Farben sehr wichtig, wie man hier auch sieht. Und so bin ich gedanklich auch immer mit dabei, wenn ich etwas zubereite, dass der Kontrast auch gut dabei herauskommt. Und gut, wenn wie hier noch die Sonne scheint, da kann man Schattenspiele auch noch mit integrieren.

Das ist also das Rote-Bete-Kartoffel-Püree, bei dem ich eine Mischung mit Kakao versucht hatte. Jedoch auch hier ein NO GO! vergeben muss.

Gut. Experimente sind ja auch dafür da, dass sie nicht immer gelingen, dennoch einen Schritt weiter bringen. So auch hier!

Des weiteren haben mich die Kartoffelpüree- Futtertürme dazu inspiriert, neue Türmchen zu fabrizieren. Dessertringe sind dafür eine gute Erfindung, obwohl man natürlich ersatzweise auch Gläser, Tassen und ähnliche Behältnisse dafür verwenden kann.

Meine Spiegelei-Komponente war das erste: Fitkost (1)



... und weiter gings mit dieser Kreation, inhaltlich nichts Besonderes - Spinat gedünstet mit viel Zwiebeln und etwas Knoblauch, Kartoffelpüree-"Turm" mit genau dieser Ei-Ausführung (mir gefällt das Verhaltene darin - die Spannung vielleicht auch, wenn man es aufschneidet, wie eine Art Verpackung auch).


Interessant auch dieses hier:
KARTOFFELPÜREE mit Schnittlauch, grob gemahlenem Pfeffer und Basilikum-Blättchen als Garnierung, umrandet mit einer Paprika-Zwiebel-Pilz-Gemüsemischung, die sahnig aufgehübscht wurde. Geschmacklich auch TOP!


Ja ... und dann habe ich noch eine Süßspeise kreiert. Vegetarisch TOP und gesund garantiert auch:
Ein Hirse-Reis-Brei, gekocht mit leicht gesalzenem Wasser, Zimtstange, Sternanis, Rosinen, verfeinert zum Schluss mit einem Schuss Sahne, gesüßt nach Geschmack mit Ahornsirup. Die kompakte Masse anschließend in einen Dessertring auf dem Teller arrangiert. Frische Kiwis und Ahornsirup als Dopping.


Eine weitere Serviermöglichkeit ist auch diese:


Die Farben kommen hier auch wesentlich dabei heraus.