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Freitag, 15. März 2013

Fitkost (1)

Im Moment - seit über einer Woche - bin ich zum Vegetarier geworden. Und ich kann dazu nur sagen: ICH FÜHLE MICH FIT, LEISTUNGSFÄHIGER!

Einen Anstoß gibt es immer, wenn von einem Moment auf den anderen die Ernährung umgestellt wird. Ausgelöst durch allerlei Negativmeldung meist über Fleischskandale, wie auch jüngst wieder die Sache mit dem gedopten Pferdefleisch. Hühnermasten in zu engen Ställen, Käfighaltung, Tierquälerei, versäuchte Fische und, und, und.

Viel Fleisch zu essen. Hoher Zucker-, Salz- und Fettkonsum, dazu noch denaturierte Nahrungmittel wie weißes Auszugsmehl, zuviel Stärke (weil inhaltlich leer) und dgl. mehr ist auf lange Sicht eine Ernährung, die unweigerlich zu Krankheiten führen muss.
Und nicht unbedingt werden unheilbare Krankheiten daraus. Auch Müdigkeit, Depressionen, Unlustgefühle, Schwäche, Allergien, Aggressionen, Hautprobleme u.v.a.m. haben mit ihren Ursprung in schlechter Ernährung. So wie bei mir im Moment ein Hautausschlag sein Unwesen treibt, der zwar nicht ansteckend, jedoch ein Fingerzeig darauf ist: HALT, HIER STIMMT ETWAS NICHT! ACHTE MEHR AUF DEINE ERNÄHRUNG! REINIGE DEINEN KÖRPER!

Natürlich kann man nicht von heute auf morgen seine Ernährung radikal umstellen. Der Körper ist die Unmengen an Fleisch, Fett, Zucker, Salz, Fett gewöhnt. Von daher ist eine schrittweise Reduzierung die erste Wahl, um auch auf lange Sicht einen Erfolg zu verzeichnen.

Salz z.B. wird bei mir stark reduziert. Die meisten Nahrungsmittel, wie z.B. das Roggelvollkornbrot, welches ich gerne esse, ist bereits gewürzt. Dem Kochwasser für Salz- und Pellkartoffeln füge ich anstatt einem Teelöffel Salz nur noch die Hälfte hinzu. Gemüse dämpfe ich meist entweder in etwas Wein oder ganz sachte mit Butter als Untergrund. Das schmeckt viel besser und würze gerne mit grob gemahlenem Pfeffer, frischem Schnittlauch oder Kresse von der Fensterbank.

Und ich bin überrascht, dass ich größere Mengen an Salz gar nicht verlange.

Beim Zucker war ich zuerst sehr skeptisch, denn ich gebe zu, ein nicht nur kleiner, sondern wirklich größerer "Süßschnabel" zu sein. Kuchen habe ich bisher auch keinen gebacken. Nur Nachtische und meinen Tee, im Moment nur grüner Tee, würze ich mit etwas Honig.

Ab und zu knabbere ich Datteln, welche, wie auch andere Trockenobstsorten naturgemäß genug Zucker enthalten und den Wunsch nach zuckerhaltiger Nahrung mehr als befriedigen.

Es gibt oft Salat. Wie Kopfsalat (obwohl Treibhausware), Feldsalat,  Rote Bete (gedämpft), Weißkraut (roh gestampft und nur mit einer Prise Salz versehen), Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Rukola.
Getrocknete Kräuter nehme ich auch sehr gerne. Bärlauch ist hier mein Lieblingsgewürz, da es einmal nach Knoblauch erinnert und dann doch wieder ein wenig nach Schnittlauch schmeckt.

Als Fett verwende ich nur wenig Butter, Olivenöl, ab und zu auch Schweineschmalz, weil es geschmacklich z.B. für Kartoffelpuffer besser passt. Auch für Kohlgerichte.

Oft gibt es Kartoffelgerichte, wie Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer, Kartoffelbrei. Ich verwende auch viel Zwiebeln in der Küche sowie Knoblauch. Allein weil es zusätzlich würzt und dadurch Salz gespart werden kann.

Vollkornmehle ziehen jetzt auch des öfteren in meine Küche ein. Dinkelmehl im besonderen, weil ich finde, dass es aromatischer, würziger schmeckt als das "normale" Weizenmehl. Dinkel ist ja mit dem Weizen verwandt.

Das Backen kommt auch noch an die Reihe (ich experimentiere hier noch mit verschiedenen Rezepten).

Diese Ernährung macht fit und auch mein Hautleiden hat sich wesentlich gebessert bzw. ist fast schon verschwunden. Ich bin also wirklich davon überzeugt,  dass die Ernährung eine übergeordnete Rolle spielt, um sich leistungsfähiger zu fühlen und bei Krankheiten eine schnellere Besserung zu erreichen.



Hier also mein feines Gesund-Gericht:
Kartoffelpüree mit gestocktem Ei, Schnittlauch und grob gemahlenem Pfeffer aus der Mühle. Von links Rote-Bete-Gemüse, welches man auch als Salat reichen kann. Daneben der Krautsalat, grüner Tee und ein Obst-Quark-Nachtisch.



Cremiger Kartoffelschaum für eine Person aus zwei Kartoffeln, etwas Wasser, etwas Salz zubereiten. Mit fettarmer Milch zum Püree stampfen.
Das Ei mit einem Dessertring und kleiner Hitze braten. Dabei einen Deckel auflegen, damit es sich durch den Dampf weiß überzieht. Schnittlauch und grob gemahlener Pfeffer obenauf.



Rote Bete-Gemüse. Geraspelte Rote Bete in etwas Wein ca. 15 Minuten gedünstet. Mit Kümmel zur besseren Verdauung und einer Prise Salz gewürzt.



Weißkraut wird fein gehobelt und mit etwas Kümmel und einer Prise Salz weich gestampft. Ähnlich wie bei der Zubereitung eines Sauerkrauts. Der antike hölzerne Fleischklopfer leistet mir dabei gute Dienste. Anschließend den Salat mit etwas Olivenöl und Bio-Essig würzen. Durchziehen lassen.



Hier eine Süße Speise. Milchreis, gekocht aus halb Wasser, halb Milch, gewürzt mit Zimtstange, Ingwer, Sternanis und Kardamonkapseln, einer Prise Salz. Erst zum Schluss kommt Honig auf das Gericht.
Das Kompott oder vielmehr Mus besteht aus gedämpften Äpfeln und Kiwis, ebenfalls mit obigen Gewürzen und einem Schuss Wein zubereitet. Anschließend etwas gemust; kann man aber auch in Stücken belassen.



Obiges Fruchtmus, bestehend aus Äpfeln und Kiwis, mit etwas Honig, Quark und Buttermilch zu einer fruchtigen Creme mischen. Basilikumblätter und etwas grob gemahlener Pfeffer aus der Mühle bilden den Abschluss.



Gegen aufkeimenden "Süßhunger" hilft mir eine Roggen-Vollkornschnitte, bestrichen mit Butter, und Trockenobst wie Datteln. Schmeckt überraschend gut.





Die Kirschtörtchen sind sehr einfach herzustellen.

Der Knetteig besteht aus Dinkelmehl, Salz, Honig, Schmand.
Die Mengenangabe habe ich jetzt leider nicht parat, da ich alles nach Gefühl hergestellt habe.
Der Belag besteht in etwa aus 150 g Quark, 1 Ei, Zitronenabrieb und 2 Esslöffeln Honig. Bei den Kirschen handelt es sich um TK-Sauerkirschen. Obenauf Mandelblättchen.

Den Teig ganz dünn ausrollen und auf vier Förmchen verteilen. Die Quarkmasse zusammenrühren und auf den Boden streichen. Mit den gefrorenen Kirschen dekorieren. Die Mandeln kann man auch weglassen. Und wers nicht ganz so gesund mag, kann auch mit Zucker arbeiten, ist ganz klar!

Die Törtchen backen ungefähr 30 Minuten bei 180 Grad.



* * * * *

Hier der nicht besonders hübsch anzusehende Hautausschlag, der mich zum Umdenken brachte.