Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Markt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Markt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. September 2014

schnell mal ein Schäuferla

Wie man schon aus verschiedenen letzten Posts herausgelesen hat, ist meine Rückkehr zur Fleischfraktion besiegelt. Wobei jedoch ein Selten oder besser Sonntagsbraten daraus geworden ist. Wie es früher in meiner Kindheit auch schon so war. Kehrt man vielleicht zu den Anfängen zurück, wenn man älter wird?
So richtig kann ich die Frage nicht beantworten, denn im richtigen Alter bin ich dafür wohl noch nicht angekommen, wobei es auch eine Ansichtssache ist - garantiert.

Jedenfalls möchte ich heute mal wieder ein Rezept der großen weiten Welt zur Verfügung stellen, das vielleicht so oder ähnlich bestimmt schon existiert. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass jeder sein persönliches Rezept für dieses doch typisch fränkische Gericht parat hat.

Hier also ohne Umschweife mein persönliches SCHÄUFERLE:

Für 3 Personen gerechnet:

  • 3 Schäuferle (das ist ein Teil aus der Schulter des Nutzschweines, klingt seltsam, ist aber so)
  • 3 EL Kümmel
  • 3 EL Salz
  • 3 EL Pfeffer aus der Mühle, grob gemahlen
  • 1 Karotte
  • 1 Tomate
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Stange Lauch
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Liter Bier (vorrangig Pils)
  • 1/4 Liter Brühe aus Brühwürfeln

Die Schäuferla von jeder Seite mit dem Salz, Kümmel, Pfeffer einreiben und in eine große Bratreine legen.
Das Gemüse sowie die Zwiebeln und den Knoblauch mit Schale drumherum legen.

Die Pfanne so in den Ofen schieben. Einschalten auf 125 Grad Umluft und den Braten so
zwei Stunden langsam bruzzeln lassen.
Wenn dann das Gemüse und das Fleisch aussieht, dass es etwas gebräunt ist, eine Flasche Bier darüber gießen und weitere zwei Stunden auf dieser Temperatur weiter braten.

Die Brühe in der letzten Stunde seitlich heiß aufgießen.

Die geringe Temperatur lässt das Schäuferle butterweich werden. Es fällt praktisch von selber vom Knochen. Wenn die daran befindliche Schwarte knusprig sein soll, die letzte Viertelstunde auf dem Rost auf 200 Grad bruzzeln lassen.

---------------- Die Soße:
Die Schäuferle herausheben und die Soße durch ein Sieb gießen, so dass die Bruzzelgemüsen im Sieb bleiben. Die Soße braucht eigentlich keine Würze mehr und ist fertig. Wer mag und es dicklicher liebt, kann einen Esslöffel Speisestärke in zwei Esslöffeln Wasser anrühren und kurz die Soße damit aufkochen.

----------------------------------------------------

Dazu gibt es oft Kartoffelklöße, so richtig traditionell.
Ein wenig moderner, so nenn ich das jetzt, war es allerdings heut. Da gab es Brezenknödel. Eine neue Leidenschaft meines Mannes, welcher inzwischen zum Kochen wie auch Backen sehr intensiv mit viel Freude beiträgt. Die Rezepte stammen meist aus dem Internet. Welche Seite, will er nicht verraten.

Das Rezept ist jedoch wie das der Semmelknödeln ähnlich:

Brezen kleinschneiden, mit Milch einweichen. Eier hinzufügen und mit in Butter kurz geschwenkter Petersilie und Zwiebeln mischen. Durchziehen lassen und entweder Knödel daraus formen oder aber eine Rolle daraus machen, welche entweder in Küchentuch gewickelt wird oder in Folie.
Viertelstunde mehr ziehen als kochen lassen und fertig ist die Maus/Knödel/Knödelrolle.


 In Bezug auf "schnell" will ich noch ein wenig revidieren, was soviel aussagen soll, wie dass es eigentlich ein Gericht ist, das man durchaus mal vergessen kann. Einen Spaziergang, einen Besuch machen, oder einfach auch aufs Essen warten. Nichts weiter machen und sich drauf freuen, denn viel Arbeit macht das wirklich nicht.

Heute z.B. bin ich mal schnell aufs Herbstvolksfest Nürnberg gefahren. Gut, ist ja auch nur zehn Minuten von uns weg. Die Männer schnell ein Match auf dem Tennisplatz. So hatte jeder seins. ;)

Die Knödel waren auch vorbereitet und brauchten nur 15 Minuten im Wasser baden.
So gut organisiert kann ein Sonntagsbraten niemals in Stress ausarten.