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Sonntag, 9. Februar 2014

Kärntner Buchteln

So richtig weiß ich jetzt zwar nicht, woher der Name kommt. Wahrscheinlich sicherlich dem Namen nach aus Kärnten. Eins weiß ich jedenfalls mit Gewissheit: DIE DINGER SCHMECKEN EINFACH UMWERFEND!
Was soviel heißen mag wie dass man nicht aufhören kann mit dem Essen bis der letzte Krümel vom Teller verschwunden ist.
In diesem Sinne halten wir es meist. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht diese Weichheit zustande bringe, welche für diese feinen kleinen und dazu noch handlich-passenden Mundstücke unerlässlich ist.
Diese ist jedoch nicht einfach aus der Luft gekommen. Wobei die Luft infolge des Aufgehens sicherlich auch mit dazu beiträgt. Wie ich schon teilweise einmal in einigen Posts so schwach erwähnte, backt oder auch bäckt Männe inzwischen nicht nur recht und schlecht, sondern macht mir als langjährige Haus- und vor allen Dingen auch Backfrau durchaus mehr als Konkurrenz.

Und natürlich hat er, wie auch ich, seine Vorlieben in Bezug darauf. Einmal sind es die meist bei Besuchen in der Familie anstehenden Buchteln und die kommen mehr als gut an. Nämlich so sehr, dass sie ausnehmend gewünscht werden, wenn Kaffeebesuch angesagt ist.

Das Rezept stammt aus einem ganz normalen Backbuch. So an die zwanzig Jahre alt. Es heißt BACKEN VON A-Z und wurde vom Verlag Helmut Lingen 1976 herausgegeben.

Einige Rezepte sind sehr gut darin. Wie es auch in anderen Rezeptbüchern so ist. Manches ist super, anderes vielleicht eben nur so lala.

Dieses Rezept - Rezepte sind ihm mehr als wichtig, denn da kann man sich an was halten, wie er wörtlich auch sagt! - ist recht einfach und sogar männertauglich (Männer jetzt bitte nicht beleidigt die Augenbrauen rümpfen).

KÄRNTNER BUCHTELN
  • 500 g Mehl
  • 40 g Hefe
  • 1/4 l lauwarme Milch
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 80 g Butter oder Margarine
  • Mehl zum Ausrollen.
  • 125 g Pflaumenmus
  • Margarine zum Einfetten
  • 60 g Butter zum Begießen
Für den Teig Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Hefe reinbröckeln. Mit etwas Milch, Zucker und Mehl vom Rand zum Vorteig verrühren. Zugedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Restliche Milch, Zucker und die übrigen Zutaten zum Vorteig geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig so lange schlagen, bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. 30 Minuten gehen lassen.
Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen. 7 cm große Quadrate ausschneiden. In die Mitte jeweils einen Teelöffel Pflaumenmus geben. Die Teigecke hochziehen und zusammendrücken.
Eine Springform von 24 cm Durchmesser einfetten. Die Buchteln nebeneinander in die Form setzen und 30 Minuten gehen lassen.
Dann mit zerlassener Butter begießen. Form in den vorgeheizten Ofen auf die untersten Schiene stellen.

Backzeit: 20-25 Minuten.
Elektroherd: 200 Grad.
Bucheln auf eine Platte setzen, auseinanderreißen.

Ergibt 18 Stück.

... so wörtlich das Rezept aus diesem Buch, welches Männe als zu anfangs mehr als Backneuling inzwischen zu seinem Lieblingsrezept gekürt hat und mit Leichtigkeit nachbäckt. Prima, sag ich da nur.
... und: WIR NATÜRLICH AUCH ...


Noch ein Foto neueren Datums - 23-2-14 - zugefügt. Da sind die Teilchen über Nacht im kalten Ofen gestanden und erst zum Sonntagmorgenfrühstück gebacken. 
Wurden einen Tic lockerer dadurch.


Kommentare:

  1. Die Buchteln sehen wirklich unglaublich lecker aus!! Mein Papa liebt Buchteln - dass ist das perfekte Rezept um ihm eine kleine Freude zu machen. :-)

    Viele Grüße,
    Claudi

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  2. Hallo Claudi,
    dank Dir!
    Ja, ich denke auch, sofern Dein Papa Hefeteilchen liebt, dass es eine feine Freude für ihn ist.
    Mein Mann macht die sehr gerne. Gebe zu, bei mir gelingen sie nicht so flaumig. Da hat er wohl ein Händchen für.
    Jedenfalls ist die Anleitung perfekt und man kann praktisch nix falsch machen.
    LG Marianne
    Auf dem Bild hab ich einen großen Pott Kakao dazu gemacht.

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