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Mittwoch, 15. Januar 2014

Vegan essen. Vegan genießen?


Es lässt mich nicht los. Lese viel darüber. In Blogs. Zeitschriften. Suche Informationen. Finde teilweise erquickliche. Probiere aus. Komme jedoch immer zu dem Ergebnis: Macht nicht satt. Macht nicht froh, was ja irgendwie auch mit fröhlich zu tun hat. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Doch in der Mehrzahl stelle ich fest: Das schmeckt einfach nicht! Was für mich ein wesentlicher Punkt ist, wenn ich Essen & Trinken zu mir nehme. Essen & Trinken gehört doch schließlich und endlich zur Gruppe der Genüsse, die unser Leben verschönern? ... oder etwa nur, damit der "Wams" seine Ruhe gibt?

Eingeschweißt und gräu(s)lich ansehend sind diese kompakten Massen, welche meist aus Soja und irgendwelchen fragwürdigen Mixturen bestehen, auch nicht gerade das, was optisch eine Augenweide sein sollte. Beim Nachlesen des Inhalts kommt mir so manche Ahnung, dass hier nicht unbedingt nur Gesundes enthalten ist. Allein angesicht diverser Stoffe, die wahrscheinlich die Konsistenz verbessern sollen und auch der Haltbarkeit zuzuschreiben sind.

Ich probiere Hülsenfrüchte jeglicher Art. Doch schnell kann man das Zeug nicht mehr sehen. Denke dann wieder: "Warum machst du das?". Die Antwort kommt: "Angesteckt. Wie ein Virus. Das Anderssein. Das Probieren. Das Experimentieren. Das wird es sein?!"

Der Punkt ist einmal, dass ich zwar inzwischen einige, zwar wenige, wohlschmeckende Nahrungsmittel gefunden habe. Wobei es sich nur um Teile handelt. Sicher, das mag auch anderen so gehen. Jeder hat seine Lieblingsspeisen. Seine Abneigungen. Seine Standards.

Essen soll nicht aufwendig sein. Mit wenigen Lebensmitteln gesundes schmackhaftes Essen zubereiten. Was hier ein richtiger Pluspunkt ist, wenn man sich auf frische Zutaten beschränkt und alles am besten selbst macht!

Die endlose Suche nach Rezepten bringt nur eins: Unsicherheit!

Unsicherheit auch darauf bezogen: Ist diese Ernährung auch die wirklich richtige? Oder verbringt man viel zu viel Zeit damit, sich Gedanken darüber zu machen und stopft sich, wie es viele ja tun, doch lieber gedankenlos Cola, Chips, Kuchen und Süßigkeiten in den Wams. So nach dem Schema: Hauptsache, es macht satt?
Letzteres kann nicht richtig sein. Angesichts der Fettleibigkeit, die zahlreiche Krankheiten in sich birgt. Vom Äußerlichen ganz zu schweigen. Trägheit inbegriffen.
Die in industriellen Produkten enthaltenen Geschmacksstoffe sollen den Konsumenten dazu verführen, noch mehr zu essen, damit ihre Produkte auch gekauft werden. So kommen unzählige Stoffe in den Körper, die zum Suchtverhalten beitragen. Ich denke da als Beispiel nur an die Chipsknabberei. Tüte auf und eins und eins und noch eins ... bis die Tüte eben leer ist. Zum Schluss fühlt man sich jedoch noch immer nicht satt. Ganz im Gegenteil. Der Appetit ist erst richtig gekommen. Wo man sich fragt: Wieso ist das so? Ich habe doch jetzt bestimmt vom Kaloriengehalt her gesehen, eine komplette Hauptmahlzeit verdrückt?
Was noch dazu kommt: Das schlechte Gewissen, das einem auch prompt suggeriert: Das ist schlecht und so fühlt man sich dann auch: nämlich schlecht!

Wohlgefühl will ja jeder. Gerade Speis und Trank gehören mit zu unseren Genüssen, die das Leben schöner machen. Sinnloses Hineinstopfen, damit der Körper Ruhe gibt, das ist es nicht!
Sicher. Es gibt viele Menschen, die so denken. Und handeln auch so: Essen. Trinken. Punkt!

Mag sein, es ist eine Zivilisationsfrage. Mag auch sein persönliche Einstellung zum Essen und Trinken. Mag auch sein, die Umwelt, das Umfeld, die Umgebung suggeriert es sein: Essen soll Genuss bringen. Essen soll gesund sein. Essen soll dazu bunt und appetitanregend angerichtet sein. Essen und natürlich auch Trinken in passendem Ambiente dekoriert sein.
Das sind die hauptsächlichen Aspekte einer genussvollen, damit auch verbunden - das Auge isst mit! - gesunden Mahlzeit.

Im Alltag - es soll meist schnell gehen - ist diese Umsetzung nicht machbar. Die Zeit drängt. Also ist rationelle, damit schnelle Kost angesagt!

Für mich ist es immer der große (3-Tassen-Inhalt) Pott Kaffee. Golden gefärbt. Das habe ich schon im Gefühl. Und: die Farbe muss stimmen! Damit ich nicht umzurühren brauche, kommt die Milch (Milchersatz habe ich keinen SCHMACKHAFT-veganen gefunden) vorher in die Tasse. Kaffee dann aufgegossen. Umrühren entfällt somit, weil das Eingießen mischt.
Esse meist einen Apfel danach. So fühle ich mich nicht vollgestopft und damit schon wieder träge.

Gut. Das ist immer auch persönlich bezogen. Jeder Mensch ist anders und damit seine Essgewohnheiten. Wobei das Wort GEWOHNHEIT alles aussagt.
Der Mensch kann sich durchaus umgewöhnen. - Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Wie in der Schulzeit. Vorher der Kindergarten. Der Säugling an die Mutter. Umgewöhnung. Anpassung.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." ... ? - eine weise Aussage!


Zurück zum Aspekt der VEGANEN ERNÄHRUNG. Die Psyche spielt hier auch mit eine wesentliche Rolle!
Experimente reizen   - "Das will ich auch können!" und "schaffe ich es, meinen Körper unter Kontrolle zu halten?". Selbstdisziplin. Schwäche in Stärke umwandeln! Was sicher auch etwas im Grunde mit dem persönlichen Wohlbefinden zu tun hat. Sprich: Die Psyche spielt eine große Rolle dabei, warum man etwas unbedingt will oder eben nicht.

Die Herausforderung, ein Ziel anzugehen. Und besonders: Das Ziel dann auch konsequent durchzusetzen! Die Freude, wenn man die Ziellinie erreicht und weiter sogar noch überschreitet! Das ist sicher auch mit ein Punkt, warum man etwas unbedingt möchte. Aus dem grauen Alltag Gewinn ziehen! Der Tristesse zu entkommen. Vielleicht auch:
WIEDER SINN IN ETWAS ZU FINDEN!?

Was liegt da näher, als zuerst die alltäglichsten Tätigkeiten mit einzubeziehen?
Das kann nur Vorteile bringen und die Sinnsuche ist beendet. Der erste Schritt heraus aus der Tristesse ist dann schon getan!

Wichtig, für mich persönlich, war es etwas SCHNELLES zu finden. Einen Plan durchaus. Zunächst erst einmal. Später geht das, wie andere Dinge auch, fast maschinell und das Nachdenken darüber entfällt.
Das liegt daran, dass Neues immer auch fremd ist. Fremdes kann nur dann nicht mehr fremd sein, wenn man sich damit befasst. Bis man es kennt und damit verbunden Freund geworden ist.
In Bezug auf die vegane Ernährung ist dies in erster Linie Herausforderung, aber auch das Wissen, dass es Gutes bringt. Für meine Gesundheit, zugegeben, da denke ich in erster Linie an mich zuerst (schließlich und endlich ist der Mensch immer ein Egoist von Grund auf); im weiteren für die Umwelt, Tiere im Besonderen. Der im Hinterkopf ansässige Zweifel allerdings lässt sich dennoch nicht so ganz aus der Welt schaffen.

Bin vom wirklichen Sinne und damit Nutzen dieser doch als strikt und radikal anzusehenden Ernährungsweise nicht so recht überzeugt. Überzeugt allerdings in erster Linie jedoch davon, dass es eine Moderichtung ist und sicher auch bleiben wird.  Allein die vielen Arbeitsplätze, die verloren gehen, damit verbunden der Wohlstand, der sich mit dem eventuellen Niedergang fleischlicher Genüsse einstellen wird, ist ein wichtiger Punkt  ...

Trotzdem, wie ich auch in vorigen Posts schon durchblicken ließ, das Umdenken, dass hier einfach Schindluder getrieben wird, wenn man sich sinnlos vollstopft, nützt nur der Industrie, dem Wohlstand. Dem Wohlstand der großen. Jedoch nicht dem Wohlstand des Einzelnen, welcher sich nicht darin sonnen kann. 

Erkenntnisse und Ergebnisse daraus:
Gebratenes Gemüse und Obst schmeckt immer. Genauso habe ich inzwischen diverse Mischungen an Getreidemehlen gefunden bzw. selbst gemischt, welche ich auf die Schnelle tatsächlich in den Tagesablauf einbauen kann, gut vertrage und ich mich nicht wie mit üblicher Brötchen-Kuchen-Fraktion samt stämmiger Soßen vollgestopft und damit schon wieder träge fühle.
Besonders Salate aus erhitztem, noch knackigem Gemüse gehören zu meinen Lieblingsgerichten.
Ansonsten meide ich seltsam erscheinende, eingeschweißte Packungen veganer und auch vegetarischer Art. Denn eins ist sicher: Allein die Verpackung kann schon mal nicht gesund und damit richtig sein.


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