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Sonntag, 15. Dezember 2013

Pralinenexperimente




Schon Ende August habe ich mir Silikonformen gekauft. Ein Angebot. Zwei mit runden und eine mit quadratischen Ergebnissen.
Schokolade als Grundlage ist eine feine Sache. Da lässt sich bestimmt viel damit bewerkstelligen.

Bisher gab es bei uns Pralinen in "hand made", was soviel hieß wie Mantsche in den Händen und die Resultate nicht sonderlich ansprechend, meistens rund und abgewälzt in allerlei Flocken und Bröseln.

Natürlich kann dies auch bei akkuraten Gesamteindrücken bewerkstelligt werden. Jedoch ist die Grundsache durchaus wichtig. Eine spontan ansprechende Praline ist m.E. eine  komplette gleichmäßige Angelegenheit. Die vielleicht noch mit Glanz umgeben sein mag. Letzteres war meine erste große Herausforderung. Das Gelingen fragwürdig.
Nach ausführlicher Recherche warum  und wieso bin ich zu dem Ergebnis gekommen. Dass krasse Temperaturunterschiede für das Misslingen vorrangig waren. Heißt, eine Temperatur von knappen 30 Grad Celsius sollte wenn möglich eingehalten werden. Das Wasserbad nicht sprudeln. Dieses war bei mir der Fall. Die Schokolade wurde zu heiß in die Formen gefüllt und deshalb unansehnliche "Schreck"-Ränder bekommen. - Ich lerne. Eine Wissenschaft; durchaus.



Grundlage also, wie oben schon erwähnt, ist Schokolade. Kouvertüre wird ja meist verlangt. Die gute alte Milka musste dabei jedoch mit herhalten. Sorte Vollmilch.

Zuerst also ein kleiner Topf halb gefüllt mit Wasser erhitzt. Darin eine nochmalige Metallschüssel gehängt. Aufgepasst natürlich, dass kein Wasserdampf sowie womöglich -tröpfchen das Innere der Metallschüssel erreichen konnten. Denn das war, wie auch sonst schon des öfteren erlebt, das Ende der Geschmeidigkeit jeglicher Schokolade. Eine krümelige Masse das Resultat.

Auch dieses Mal war leider eine solche Ausfertigung vorhanden. Diese habe ich erst einmal erkalten lassen. Kann noch für Kuchenfüllungen oder bei nochmaligem Erwärmen und Zufügen von Rum und anderen Aromatismen verwendet werden.

Neuer Versuch. Saubere Schüssel eingehängt. Neue/andere Kouvertüre. Ein spontaner Einfall trug Früchte: Ich stellte die vollen Förmchen für 15 Minuten in den Gefrierschrank und schon war das Ergebnis sichtbar.

Der zweite Versuch gelang ... so halbe-halbe. Die Spannung, "wenn der Frosch ins Wasser hüpft..." ist bei jedem neuen Experiment mit nichts auf der Welt zu vergleichen. So auch dieses Mal. Zuerst war ich doch recht skeptisch, ob die Pralinen  mit einfachem Herausdrücken auch wirklich ihre Form behalten werden.
... und wirklich fast vollführte ich einen Luftsprung an die Decke, als es auf Anhieb gelang und die Perfektion zutage trat.


... und weil ich der Sache zuerst ja skeptisch gegenüberstand, tröpfelte ich ein wenig Öl in jede Mulde. Dass dies jedoch auch nicht so der Bringer war, sah ich dann folgend. Die etwas nässende Oberfläche störte.

Also  - wies ja meistens so ist - waren wieder mal "aller guten Dinge drei". 

Der dritte Versuch erwies sich dann auch treffsicher. Heißt, die Pralinen waren gelungen und ... VORZEIGBAR! ... für ein Geschenk ja  immer der springende Punkt bei der Sache.


Die quadratische Form ließ sich aus einem mir noch unbekannten Grund leichter handhaben. Hier habe ich eine Mischung probiert, welche aus heller Milka und dunkler Kouvertüre bestand. Beide im Wasserbad verflüssigt und nur grob vermischt. Danach eingefüllt.

... und weil ich ja immer wieder Anderes und Neues aus Spaß an der Freud ausprobiere, gabs ein paar "Versucherle" mit Mandelstiften. Hierfür habe ich die Schokolade in die Mulden gefüllt und danach mit ein paar Mandeln bespickt. Ab in den Frierer für 15 Minuten und fertig war die Geschichte.



Ich war stolz wie Oskar und ...
... meine "Experimente" sind als Geschenk gut angekommen. Die freudige Mimik trügt da nie ... ;)


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Die Pralinengeschichte ist natürlich noch längst nicht abgeschlossen. Störfaktor trotzdem noch: Der Glanz war noch verbesserungswürdig und außerdem noch viel mehr Zierde. Gebe zu, da ein wenig "zu schlampern" (oberflächlich zu sein). Naja ... dabei kommt halt auch immer das Wesen des Schaffenden heraus. Wenn der KERN nur wichtig ist ;).

Heute, am dritten Adventssonntag, wird weiter experimentiert. Bald ist ja Weihnachten!
... und ... PERSÖNLICHE GESCHENKE  SIND NOCH IMMER DIE WIRKLICHEN GESCHENKE!
...  so meine Ansicht und Devise.


Dieser, mein Blog, ist ein fränkischer. Einer unter vielen selbstredend. Eine Auflistung einiger gesammelter fränkischer Werke gibt es zu erspähen bei Aus meinem Kochtopf - "Bloggen in Franken".

Freue mich nun, wenn das Lesen Spaß gemacht hat.
Schöne Weihnachten derweil, falls ich nicht mehr zum Tippen komme.
... die Bloginhaberin
Marianne Hauck.

Bin auch bei Twitter zu finden. Wens halt interessiert. Unter Marianne Hauck


... die Bilder aus der heutigen Produktion möchte ich noch gerne zeigen. Das Resultat, dass ich bei der Kouvertüre bzw. deren Erwärmung eine Messerspitze Kokosfett beigemengt habe, war jetzt nicht so berauschend. Ich denke, es liegt wohl an den Silikonformen, dass der Überzug nicht glänzt.

So bin ich auf die Idee gekommen, die fertigen, aus den Silikonformen ausgehöhlten Pralinen in der Art wie einen Kuchen mit heller Schokolade zu überziehen. Und siehe da, die Sache klappte!
Obenauf drückte ich noch ein paar Trockenfrüchte. Das sah gut aus. Jetzt bin ich natürlich begeistert und werde noch weiteres probieren. Ist klar!


Hier sind die Pralinen halbiert zu sehen.
Die Mitte enthält eine Art Trüffelmasse,
bestehend aus dunkler u. heller Schokolade
plus Sahne, Butter und mit Rum verfeinert.

... da kann man nicht aufhören! 
(zu essen wie auch zu fabrizieren - Suchtgefahr!!!)

 ... und dann noch die Plastikvariante.
Heißt, aus fertig käuflichen Pralinenpackungen die Einlagen verwenden.
Schokoladenmasse einfüllen.  Erstarren lassen - dauert im Moment bei der Kälte
gerade mal fünf Minuten auf dem Balkon oder dem Fensterbrett.

Und fertig ist die Praline - und! ...
sogar   mit Glanz! 


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