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Samstag, 31. August 2013

Snack (mit Experimentier-Ei)

DAS SPIEGELEI.

Ich kenne ja den Ursprung nicht, warum es mich immer wieder reizt, an diesen "Flachmännern" zu experimentieren.
Mal waren es Dessertformen, auf die ich einen Teller minutengenau und exakt verbarrikadierte -  pochiertes Ei. Mal war es einfach ein Deckel auf der Pfanne, wobei natürlich die Form beträchtlich gelitten hatte (ebenfalls exakt minütlich notiert). Ein anderes Mal, so wie heute, kam mir eine neue Idee.

Dieses Mal war das Experiment eine kleine Tasse. Ich dachte mir, das passt genau! Und legte auch sofort los!

Das rohe Ei (momentan stehe ich ja voll auf BIO, von daher natürlich ein Bio-Ei!) in die Tasse geschlagen - vorher ein paar Tröpfelchen Öl und Kräutersalz dazu - (Achtung hier: Übung macht den Meister!!! - Ei mit Schale in etwa bei der Hälfte/Mitte des Eies an den Tassenrand kurz anschlagen und schon - mit leichtem Schwung! - und nicht zuviel! - das Ei/Eierschale in der Mitte mit dem Daumennagel auseinanderbrechen und ebenfalls mit "etwas Elan" den Inhalt - ACHTUNG! jetzt NUR den Inhalt! -  in den Tassenraum schütten. Das Verschütten und Eierschalenmischen mit dem rohen Ei sollte dringlichst dabei vermieden werden ............. !
(DAS ALS KLEINE ANLEITUNG, falls jemand die Kunst des Ei-Auf- und -Einschlagens nicht oder noch nicht so richtig beherrscht!)



Jedenfalls - damit ich jetzt nicht vom Hundertsten ins Tausendste komme - dieses Ei mitsamt der Tasse in eine beschichtete Pfanne verfrachten!
Wobei das FRACHTEN doch einfacher vonstatten geht, als man sich das jetzt so denken mag.

HIERBEI braucht man nur eine Pfanne (wenn möglich eine nicht sooo große wegen des Gewichts und der Anziehungskraft der Erde) auf die Tasse zu legen und mit beiden Händen - Pfanne und Tasse samt Inhalt - festzuhalten und mit einem SCHWUNG in die Waagrechte zu jonglieren.



Naja ... Spaß beiseite, so schlimm ist die Sache ja nicht. Festhalten der Pfanne samt Tasse ist hier das recht einfache und simple Prinzip!

  • ... und jetzt wirds aber erst richtig interessant:

  • Die Pfanne auf mittlere Hitze schalten (bei mir von drei Stufen die zweite) und los geht das Prozetere/Gebruzzele des angesagtesten Spiegeleies aller Zeiten!

  • Dabei ist sehr WICHTIG, dass die Tasse mit etwas Druck in die Pfanne gedrückt wird, sonst entweicht mit Leichtigkeit das in gebratene Form verwandelte Eiklar, Eiweiß genannt.

  • Nun schaue ich auf die Uhr - eine Minute, zwei, drei ... es wird spannend: WAS WIRD AUS DEM EXPERIMENT?

  • Ich wage kaum einen Blick in die Pfanne zu werfen, denn mit Schaudern sehe ich, trotz eigenem Druck, kreative Verselbständigungen aus dem Tasseninnern entweichen. Mit unsichtbaren Kräften geht die Tasse eigene Wege ... gegensätzlich der Erdanziehungskraft,  eben aufwärts - die Tasse macht sich selbständig?!? 

  • Inzwischen sind fünf Minuten vergangen und denke mir: "5 Minütchen für ein Spiegelei sind wahrlich genug!", weshalb ich langsam, ganz vorsichtig, ganz langsam, die Tasse seitlich etwas anhebe, um hineinzulugen ... ... ... ?! ?

  • ... und drehe das Ei mitsamt der Tasse um (die Pfanne bleibt aber stehen!) und ...
  • ... oh ja ... ganz so schlimm ist und war es dann ja doch nicht! ...

  • Das fertige Spiegelei sieht/sah ganz manierlich aus und fast könnte man nicht erraten, dass es einem Experiment zum Opfer gefallen ist/war.

  • Anständig und vorzeigbar offenbart es sich als ganz normales - könnte man meinen -, in der Pfanne, mit Vielleicht-EiKomplettor (Form) entwickeltes, gebratenes Ochsenauge. Ochsenauge nannte man die "HÜGELIGEN FLACHMÄNNER" damals, früher - sicher auch heute noch?, weil die Dotter so rund und ja, eben glotzig waren.

Begeistert -  und trotzdem fast ein wenig enttäuscht, ob der vielleicht doch Anderswirkung?!? - setzte ich in Folge das Ei als Krönung auf meinen Imbiss, welchen ich dieses Mal wieder als Frühstück eingenommen habe.



Ach ja, DAS REZEPT für das BRATGEMÜSE hier:
  • 3 Blätter Chinakohl
  • 1 Stück weißen Rettich (in breite Stifte gehobelt)
  • 1 Lauchzwiebel
  • Olivenöl
  • Schwarzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle (grob)
  • ein paar Tröpfelchen Sojasoße
Den Chinakohl in grobe Stücke schneiden und in Olivenöl mitsamt dem Rettich, der Lauchzwiebel sowie Schwarzkümmel anbraten bis das Gemüse etwas weicher, trotzdem noch knackig, geworden ist - Dauer ungefähr 1 Minute.
Auf einem Teller anrichten. Mit Salz, Pfeffer und Sojatröpfelchen würzen.

Das VOLLKORNBROT (Roggenvollkorn) quer halbieren und ebenfalls von jeder Seite in etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne anbraten - dabei wird es schön knusprig und schmeckt einfach besser.



Die VKB-Ecken auf dem gebratenen Gemüse auslegen und nun kommt das EXPERIMENTIER-EI als Krönung obenauf - FERTIG!

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