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Sonntag, 2. Juni 2013

Rhabarberkuchen etwas PIKANT

Wie das Salz in die Suppe, gehört Salz auch in den Kuchen. Aber ...
 

Rhabarber - ein Gemüse?!
Eigentlich. Eigentlich heißt ja eher negativ. Obwohl ...
Gemüse oder eher doch Obst spielt wohl keine Rolle, wenn man einen Kuchen daraus fabriziert.

Am liebsten backe ich ja Käsekuchen und von daher war eine Kombi daraus schon mal richtig gedacht. Nicht nur gedacht, auch gemacht und relativ schnell fertig! Für einen Käsekuchen eine passable Zeit - 60 Minuten - das geht!


REZEPT:
  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eiweiß
  • 500 g Magerquark
  • 1 Becher Sahne
  • 2 EL Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 120 g Zucker
  • 2 Stängel Rhabarber
  • Zitronenabrieb
  • 3 Eier
  • 100 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • je eine Prise Piment, Kardamon und Nelken

Aus Mehl, Butter, Zucker, Salz, Eiweiß einen glatten Mürbteig kneten und auf einem Backpapier ausrollen.

Quark, Eier, Mehl,  Backpulver, Zucker, Zitronenabrieb zusammenrühren. Sahne steif schlagen und unterheben.

Quarkmasse auf den Mürbteig streichen und die Rhabarberstängel waschen, Fäden abziehen und nochmal längs halbieren; anschließend in winzig kleine Teilchen schneiden. Auf dem Quarkbelag verteilen.

Streusel bereiten aus Mehl, Butter, Zucker, Gewürzen und auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen anschließend gleich in den auf 150 Grad Umluft (normal 175 Grad) vorgeheizten Backofen in die Mitte schieben und dort 50 Minuten backen lassen.


................ JETZT KOMMTS!
................ SO GEHTS ... normalerweise!

Normalerweise heißt ja, dass etwas normal verläuft, es aber durchaus Abweichungen davon geben kann. So auch bei mir dieses Mal!



GESCHICHTE DAZU:
Der Anfang besteht ja daraus einen Mürbteig zu kneten. Heißt schon, dass man alle Zutaten bereitstellen sollte und - WENN MÖGLICH! - auch alles in den Teig hineingeben sollte!
Sollte? ... genau SOLLTE! 

Da haperte es aber schon. Nämlich die Zutaten standen durchaus abgewogen bereit. - War doch nicht sooo schwer, drei, vier Zutaten zusammenzumischen?
Eigentlich nicht! Eigentlich aber schon!
Meine Gedanken waren wie immer schon wieder ein Stück voraus und nicht bei der gegenwärtigen Sache - UND DA HATTE ICH DEN SALAT!

Salat ja eher nicht, sondern das DESASTER!

Ich mischte Mehl, Butter, Salz und Eiweiß zusammen. Knetete. Ein perfekter Teig - klebte gar nicht! - entstand und nun gleich ans Werk und aufs Backpapier gepackt und ausgerollt. Am Rande - fiel mir auf - stimmte die Ordnung nicht recht, weshalb ich ein Teil davon abzupfte. Das winzige Teigstück - wohin? - KLARO ab zum Probieren! - Denn was sollte man sonst mit so einem Reststück machen? - Genau!

Doch ... WAS WAR DAS?
Das Versuchsstück an Teig war nicht, wie ich eigentlich vermutete, anmutig und eben nach Plätzchenteig SÜSS schmeckend, sondern total ... bäh....  S A L Z I G   !!!

Nee ... ging gar nicht! - Und was nun?
Sollte ich am Ende alles in die Tonne befördern?
Nein. An sowas war gar nicht zu denken. Vielmehr stand augenblicklich eine Idee im Raum, 
die ich auch sofort in die Tat umsetzte.

ICH NAHM DEN - WARUM EIGENTLICH? - AUF DER SEITE STEHENDEN ZUCKER UND STREUTE IHN EINFACH AUF DEN AUSGEROLLTEN MÜRBTEIG! 
Quarkmasse mit Rhabarber und Streusel kamen hinzu - da fehlte gottlob nix! - und ab in den Backofen! Backen.

So geschehen. 
... und natürlich war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob der salzige Untergrund dabei herauskam oder ob es geschmacklich keinen großen Unterschied machte?!


Kuchen also auskühlen lassen und sofort angeschnitten. Ich konnte es kaum erwarten!
Der erste Bissen - ist ja sowieso immer total spannend, finde ich - war geschmacklich akzeptabel! Nur die Idee mit dem Zuckerzusatz extra war nicht sooo früchtetragend, heißt, der Zucker hatte sich anscheinend beim Backen mit der Quarkmasse vereint, weshalb der Boden OHNE blieb.

Naja ... trotzdem ... EINE PIKANTE NOTE ist doch auch mal einfach was anderes oder ?!?!?




Mein persönlicher TIPP also:
Unbedingt beim   s ü s s e n  Mürbteig den Zucker NICHT vergessen!

außer: Man liebt das Besondere! ... das hat man dann ...

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