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Mittwoch, 3. April 2013

Fitkost (4) - Tofu, Brotaufstriche, Vollreis-Rezepte

... und weiter gehts in Sachen Fitkost, Expeditionen dorthin und Erfahrungen in Sachen Geschmack samt persönlichen Vorlieben.

Anfangen möchte ich mal bei Tofu. Ein Sojabohnen-Gesamtkunstwerk aus der Industrie. Wobei es eigentlich nur aus gekochten Sojabohnen und Wasser besteht. Oft wird der fertige Tofu mit Geschmack verstehen. So z.B. mit Buchenholz geräuchert (steht zumindest drauf!) und Mandel-Nuss-Tofu, alles BIO (steht auch zumindest drauf). Gut, ich gehe mal davon aus bzw. vertraue eben der Sache/Marke, dass "wo bio drauf steht, auch bio drin ist"!
Das ist natürlich wieder eine andere Sichtweise, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehen möchte.

Ich gehe also, wie gesagt, davon aus, dass ich gute Ware kaufe, weil Markenprodukt etc. Die Inhaltsangaben sind auch sehr aufschlussreich, wobei ich mir im Hinterkopf schon wieder denke: "Könnte ich das auch selber machen?"

Sicher, schwer ist das nicht. Eigentlich, ja eigentlich ... bräuchte man das ganze nur zusammen mischen und fertig ist der Käse bzw. in diesem Falle Tofu!

So weit will ich jetzt aber nicht ausschweifen, sondern erst einmal meine Erfahrungen oder vielmehr Geschmackserlebnisse aufschreiben, die der eine oder andere vllt. für sich auch als eine Art Indiz dafür werten mag - GUT oder eben nicht.

Ich für meinen Teil war, obwohl mehr Rezepte mit Räucher-Tofu als offensichtlich schmackhaft bezeichnet wurden, eher vom Gegenteil überzeugt. Mandel-Nuss-Tofu wiederum wird wohl auch weiterhin meine bevorzugte Tofu-Auswahl bleiben.

Meistens schneide ich den Tofu in Scheiben, brate ihn kurz in einer beschichteten Pfanne und einem Tropfen Olivenöl an und belege damit ein Vollkornbrot. Hier kaufe ich kein Bio, sondern das wirklich gute und dazu noch mehr als günstige (500 g zu knappen 50 Cent) Roggenvollkornbrot. Das ist immer saftig und schmeckt schön rustikal.

Bevor ich die Brotscheibe belege, streiche ich eine Grundlage in Form von Brotaufstrichen zuunterst. Oft einfach Quark. Würze nach Belieben mit grobem Pfeffer.  Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie,  Basilikum (toll, weils die auch frisch gibt - den Töpfchen sei Dank!) sind hier sehr willkommen.

Den Tofu dekoriere ich obenauf. Die Brote schmecken sehr würzig und vor allen Dingen auch saftig, was mir sehr wichtig ist!

Mein erster Versuch in Sachen Brotaufstrich der vegetarischen Art war eher nicht so positiv, was mit Sicherheit auch am etwas anderen, vielleicht für uns Europäer recht außergewöhnlichen, orientalischen Hauch liegen mag.
Es handelte sich um einen Kichererbsen-Ingwer Aufstrich, bei dem der süßliche Geschmack meiner Meinung nach (oder eben Geschmack) von Curry und Ingwer nicht so recht zusammen passen wollte.
Etwas grober Pfeffer (ich liebe ihn!) und frisch abgeschnittener Schnittlauch zuunterst und obenauf dann die heiß angebratenen Tofu-Teilchen (Mandel-Nuss-Tofu).

Ergebnis: SAFTIG, WÜRZIG, aber eben mit diesem süßlichen Hintergrund.
Auswertung: also SO LALA - mittelmäßig eben!



Ein Pesto con ricotta (basic)  dageben fand ich geschmacklich sehr gelungen.
Inhalt lt. Aufdruck: Sonnenblumenöl, Ricotta-Käse, Tomatenkonzentrat, Walnüsse, Schafskäse, Glucosesirup, Reismehl, Cashew-Kerne, Basilikum, Meersalz, Knoblauch, Milchsäure.

Klingt alles recht interessant und wäre theoretisch auch einfach selbst herzustellen, allerdings ohne Glucosesirup (keine Ahnung, wo man das beziehen könnte) sowie Milchsäure.

Jedenfalls  dieses Pesto con ricotta war für meinen Geschmack: TOP!

Hier also eine Schnitte: Roggenvollkornbrot, Ricotta-Aufstrich, geriebener frischer Apfel, Pfeffer aus der Mühle, frischer Schnittlauch und ein warmer Tofu, gebraten (hier zwar Räuchertofu, passte aber auch).



Das einmal zum Thema Tofu, Brotaufstriche und meine Auswertungen dazu. Sicher weite ich die "Expedition ins Tofureich" noch aus und berichte darüber.

(eingefügt am 12. April 2013)
Eine neue Kreation möchte ich hier noch zeigen:

Brotaufstrich bestehend aus
  • gekochtem Getreide (hier Buchweizen)
  • Magerquark
  • Olivenöl
  • Kräutern der Provence
  • Pizzagewürz
  • Pfeffer aus der Mühle (schön grob, da kommt das Aroma besser heraus)
  • eine Scheibe Tofu
  • Paprikapulver
  • Chili
Das ganze mixe ich mit dem Stabmixer schön cremig und fertig ist ein würzig-vegetarischer und bestimmt sehr gesunder, dazu noch schmackhafter Brotaufstrich.

In einem Schraubglas verstaut hält sich die Creme im Kühlschrank mindestens eine Woche - ich hebe immer passende Gläser auf, die mir gefallen (hier aus vergangener Zeit ein Wurstaufstrich).




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(7.05.2013)
Die veggie-Variante geht ja noch immer bei mir. Doch so ganz auch wieder nicht!
Denn Butter, Milchprodukte und auch Eier sowie ab und zu Fisch stehen schon auf dem Speiseplan. Auch weil ich mit der nun 4 Wochen dauernden Gesund-Kur, so nenn ich das jetzt, nicht so ganz zufrieden war. Manche Produkte - besonders auch die käuflichen - überzeugten mich in der Hinsicht nicht.
Weshalb ich zwar noch immer kein Fleisch und besonders die undurchsichtigen Fleischprodukte, wie Wurstwaren, nicht verzehre.

Ob ich mich damit besser fühle?

Das Resultat ist, dass ich dadurch zumindest ein paar Kilos weniger auf die Waage bringe und dann die "Quellbauch-Optik" nicht mehr so oft auftritt. Was wohl soviel heißt, dass diese Ernährungsform, wenn auch nicht ganz sooo drastisch vegetarisch, dennoch einen positiven Effekt hat. Leichter verdaulich ist und damit doch einen Wohlfühl-Charakter hat.

Jedenfalls zeige ich bzw. habe ich hier noch in die Lücke BROTAUFSTRICHE eine Grill- oder auch Verfeinerungsbutter hinzugefügt, welche man natürlich auch für Gemüse, Fisch, Quark- und weitere Grundlagen verwenden mag.


Zutaten hierfür:
  • 100 g weiche Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL grob gemahlener Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Pizzagewürz
  • 1 TL Bärlauch getrocknet oder auch frisch (hier dann 1 EL voll verwenden)
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Chiliflocken (ohne Kerne, sonst wird's evtl. zu "hot")
Das ganze entweder mit einer grobzinkigen Gabel zerdrücken und damit vermischen oder aber gleich in die Küchenmaschine bzw. dem Mixer.

Danach die Masse auf ein Butterbrotpapier streichen und zu einer Rolle zusammenrollen. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde fest werden lassen. So kann man schöne Scheibchen daraus schneiden.

Diese würzige Butter lässt sich auch einfrieren. Aber hält sich auch so mind. 2 Wochen im Kühlschrank.

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UND JETZT NOCH EINE kleine REISE INS VOLLREIS-LAND:

Reis - hier Vollreis - ist ja unversell einsetzbar. Süß oder pikant spielt keine Rolle. Vollreis ist nussiger im Geschmack, heißt es, und finde ich auch. Leider ist die Garzeit etwas verlängert, was aber nicht weiter tragisch ist. Ich koche dann eine größere Menge, lagere sie dann im Kühlschrank. Reis, wie auch alle anderen Getreidearten, kann problemlos aufgewärmt, gebraten oder zu anderen Gerichten weiterverarbeitet werden.

Den Vollreis mit einer Prise Salz nach Packungsaufschrift ca.  30 Minuten geköchelt, mit der Gabel etwas aufgelockert und fertig war er:


Den Reis dann entweder pur als Beilage reichen oder aber, wie ich das gerne mache, als schnelle Reis-Gemüsepfanne so nach Schema chinesisch zubereiten.

Hier: Gemüse nach Wahl in etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne (nehme ich lieber, weil man mit Fett bzw. Öl sparen kann) unter ständigem Wenden knackig braten. Ein paar Löffel Reis untermischen und schlicht mit japan. Sojasoße abschmecken. 

 
Gemüse: Zuckererbsen, rote Chilischote, Zwiebel, Petersilie, Champignons.

Das war die heiße Variante.
Und hier noch die kalte, in Form eines Salats:

 
Einfach den kalten Reis mit Gemüse - roh oder eingelegt - mit einer Salatsoße (ich nehme ganz gerne eine selbstgemischte mit Senf) mischen. Auch sehr lecker!

Manches Mal brate ich kleine Fischteilchen und garniere damit den Reis. 
 

So einfach, schnell und dazu noch schmackhaft kann Fitkost schmecken.  
Ich finds gut!

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