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Dienstag, 13. November 2012

Schokotorte mit Ribiselfrosting

Hmmm ... LECKER !!! ... würde man eigentlich dazu sagen, wenn man sich dieses "Sahnestück" einverleiben könnte. Allein beim Gedanken daran ...

Gut! Aus! Ende! Pustekuchen! ... AUSGETRÄUMT !!!

Ich beschreibe meine anfängliche Euphorie in Sachen Traumkuchen-optimal und wünsche mir, dass Leser dieses Posts sich ein Kuchenstück davon abschneiden können, und zwar indem Ihr daraus schlau werdet und eine bessere Variante wählt. Oder aber Ihr seid schon schlau und habt das Desaster vielleicht schon durchlebt?!? ... oder aber einfach und schlicht ein gutes, weil besseres Rezept dafür gewählt.

Jedenfalls wühlte ich mal wieder in meinen zahlreichen Backbüchern, um mir Anregungen wie immer zu suchen. Zum Schluss hatte es ein feines Rezept aus einem Kochbuch für MENÜ (hier Foto!)
geschafft, dass ich mich sofort und augenblicklich von der Waagrechten in die Senkrechte begab und meinen Küchen- wie Kühlschrank nach brauchbaren Zutaten durchwühlte. Und tatsächlich: Auch fündig wurde.

Gefunden und zur Tat geschritten! Der Kuchen war theoretisch schon fertig auf dem Tisch. Nur die Praktik dauerte dann doch ein wenig. Allein die Kuchenform, die wieder mal viel zu weit oben auf dem Küchenschrank weilte und meiner nicht allzu hohen Körpergröße doch einen Strich durch die Rechnung machte. Eine Leiter musste her. Die Form war schließlich wichtig!

Das war geschafft! Dann gings wirklich zur Tat und Fakt war:

Aus den anfänglichen unterschiedlichen, wie einzeln zufällig angehäuften Zutaten wurde doch tatsächlich in etwa nach einer dreiviertel Stunde noch ein brauchbares Etwas, das sich Kuchen nennen konnte.

Ein SCHOKOLADENkuchen-Boden.

Dieser bestand aus:

3 Eiern
100 g Zucker
100 g Schokolade gerieben
1 EL Kakao
100 g Haferflocken
100 g Mehl
2 Teelöffeln Backpulver
100 g Butter


Die obigen Zutaten einfach in der Küchenmaschine zu einem einheitlichen Teig vermixen oder mit dem Handrührgerät verrühren.
Die ziemlich feste Teigobjektion kommt dann infolge in eine mit Backpapier ausgelegte Form - Backpapier immer!, weil man sich dann das Herauspuhlen wie sogar Spülen der Backform sparen kann.
Der Teig bäckt dann bei 175 Grad ungefähr 30 Minuten. Und hat zum Ende dann eine Höhe von 3 Zentimetern entwickelt.
Dieser kühlt dann aus.

Jetzt kommt aber das Eigentliche an die Reihe, das sich zum doch überraschenden Effekt auswirkte. Eine Creme sollte das Prachtstück krönen!

Theoretisch!!! ... voll gelungen!

Übrigens das obige Rezept stammte aus meinen kreativen Einfällen, die aus verschiedensten Rezepten zusammengefunden hatten.


Jetzt aber zur Creme de la Creme, naja fast, aber nicht ganz!

Die Creme sollte aus einer Buttercreme bestehen, die ich hunderttausendmal schon gerührt hatte und vollends als gelungen anzupreisen war.

500 ml Milch
1 Teelöffel Bourbon-Vanillezucker
(kein Vanillinzucker, der ist künstlich und schmeckt nicht so gut!)
2 EL Stärke

Daraus einen Pudding kochen. Erkalten lassen und zimmerwarm mit

250 g Butter
sowie 50 g Puderzucker

mischen.

In dem Rezept aus dem MENÜ-Koch-Backbuch fand ich eine interessante Variante aus Buttercreme, welche mit Marmelade gemischt wurde !?! ... !

Das klang einfach und hat mich sofort angesprochen auszuführen!

Also rührte ich meine übliche Buttercreme, welche auch vorzüglich gelang - halt cremig, kalt und zartschmelzend wurde.
Dann überlegte ich mir, dass zu dem Schokoladenboden ganz gut Johannisbeermarmelade passen würde und fand auch noch ein Glas in meinem Vorratsschrank. Johannisbeergelee allerdings, was sicher kein allzu großer Unterschied sein dürfte!

Ich mischte also genauso wie in dem Rezept beschrieben, einfach das Ribiselgelee unter die Buttercreme und meinte doch wirklich daraufhin eine rosafarbene einheitliche Creme für meinen Schokoladenkuchen geschaffen zu haben.

Theoretisch auch. Im Rezept stand es so. Allerdings mit Ananasmarmelade, was wohl kein Unterschied sein dürfte?! ... oder DOCH ??

Noch so unter dem Rühren ist mir aufgefallen, dass aus der anfänglich festen Subtanz der butterigen Masse eine immer mehr verflüssigte Geschichte wurde und zum Schluss das ganze zu einem Gerinnsel wurde.

Um die Creme noch zu retten, halbierte ich schnell die Buttercreme, um wenigstens noch einen kleinen Belag für den Kuchen zu haben, legte ganz schnell einen Tortenrand drumherum, damit ja nichts hinwegfließen konnte, und stelle alles gemeinschaftlich erst mal über die Nacht in den Kühlschrank.

Am nächsten Morgen öffnete ich vorsichtig die Kühlschranktür, um mein Werk hoffnungsfroh betrachten zu können. Nein, es war zwar nicht hinweggeflossen, noch immer in der Form.

ALLERDINGS beim Anschneiden des Kuchens fiel mir praktisch der Kiefer immer tiefer, heißt frohlockend konnte man meine Mimik nicht gerade bezeichnen, denn die rosafarbene Ribisel-Frosting-Substanz war absolut nicht gewillt, ein Frosting zu sein, sondern blieb doch hartnäckig bei der Vorstellung in flüssiger Form auf dem Schokoladenkuchen sein Dasein zu fristen.

So blieb mir nichts anderes übrig, als den Tatsachen ins Auge zu sehen, und meine Seifenblasen von einem perfekt organisierten Kunstwerk in Sachen Kuchenrezept ein für allemal zu begraben.

Aus.Vorbei.Pustekuchen.Finito ....................

Trotzdem: Geschmacklich war dieser Schokoladenkuchen wirklich eine Krönung!




... nur an der Substanz ... ja ... daran muss ich noch arbeiten .....................





 

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