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Freitag, 9. November 2012

Pfannentest - Singlepfanne




Irgendwie, irgendwann passierte es: Das Frühstück war langweilig, nur Kaffee öde und Marmeladenbrötchen - igitt!
 
Deshalb einfach so mal in der Morgendämmerung nach einer kleine, ja persönlichen Angelegenheit gesucht, in der sich mal so in Sekundenschnelle eine feine, kleine, delikate und auch noch dazu schmackhafte Brotzeit, wie eben auch Frühstück, zubereiten lässt.
Nach einigem Wühlen in meinem Küchenschrank bin ich nicht recht zufrieden aus der in der Morgendämmerung anberaumten, spontanen Suche hervorgegangen und habe mich dann spontan entschlossen, beim nächsten Einkauf nach einem persönlichen, ja eben Singlebehältnis zu suchen.
Leider war mein Erfolg nicht so unbedingt positiv ausgefallen. Der Erfolg war nämlich kein wirklicher, denn ich kaufte zwar spontan, weil superbillig - man staune erheblich! - für nur 1,99 € ergatterte ich doch tatsächlich eine nett aussehende, eine leicht zu reinigende und auch leicht zu benutzende kleine Pfanne.
 
Nach den ersten Versuchen mit diversen, spontanen kreativen Erhebungen, die meistens auch der Schnelligkeit halber eben mit Ei ausfielen, dauerte die Freude nicht sehr lange. Wahrscheinlich lag das doch ein wenig an meiner ungeduldigen Erwartung in Bezug auf das schnelle Ruhigstellen meines doch dabei nicht Ruhe gebenden Brummbeutels, der sich Magen nennt. Schon beim Nachdenken, Zuschauen, Zubereiten entwickelte er eine beträchtliche Hartnäckigkeit, die mich doch auf den Plan brachte, die Herdplatte gleich auf volle Pulle zu stellen, damit das knurrende Etwas, das doch sehr einem hungrigen Hund ähnelte, so schnell wie möglich einem Stillstand entgegen sehen konnte.
 
Eine Winzigkeit an Menge feinster Butter durfte trotz angepriesener Antihaftwirkung auf dem Pfannenboden schmurgeln. Das hühnerabstammende Etwas, das sich Ei nennt, ebenso und meistens greife ich dann auch unbewusst noch in den Gemüsekorb wie auch Eisschrank, wo sich doch oft passende Zutaten befinden, die der Gemeinsamkeit vielleicht noch einen geschmacklichen Höhepunkt verleihen.
 
So einmal ein Stück Tomate, oder Minitomätchen, eiskalt entnommene giftgrüne Erbschen, die sich dann aber schnell einer Auftauphase unterzogen und dabei zur Einheit des frühstücksähnlichen Kreativpfännchens beitrugen.
Ein wenig gepfeffert wurde mühlenmäßig auch noch. Und oft durften ein paar Mykozyten oder wie sich ursprünglicherweise die sporentragenden Exemplare nennen, feingeschnitten inmitten einiger Käsestückchen der vollendeten Vervollkommnung entgegensehen.
Wunderbar mundete es, ja wirklich himmlisch-perfekt! Allerdings - so meine skeptische Ahnung - war offensichtlich die allzu schnelle Zuführung von wahrscheinlich totbringenden Materialien dafür verantwortlich, dass mein Singlepfännchen dem allzu frühen Tod entgegen sah.
 
Heißt: Eines Morgens sah ich - trotz noch massiver Trübnis schlafbegründeter Ursache - eine sanftblättrige kleine, von Unrast umrandete schwarze, zentimeter- bis millimetergroßer Flatternis in meinem feinen Frühstücksbehältnis. Und da ich ja aufgrund meines doch schon fortgeschrittenen Alters nicht mehr mit ausreichender Sehstärke behaftet war, mein Vergrößerungsobjekt, das sich Brille nennt, nicht in greifbarer Nähe weilte, zog ich schubladenmäßig eine dicke Lupe ans Tageslicht, die mit treffsicherer Genauigkeit meiner Trübnis eine schnelle Erleuchtung gab.
 
 
 
 
Heißt wiederum: Der offensichtlich, weil schundbillige Oberflächenbelag hat sich teilweise in seine Bestandteile aufgelöst, weshalb ich nun mit enttäuschter Miene der Wanderschaft meiner neuen Errungenschaft in Sachen Frühstücksveränderung in die Abgründe der Massengesellschaft an erneuerbaren Energien entgegensah.
Faktum: Wanderte in den MÜLL!
Schade! Aus! Finito! Pustekuchen!
 
Selbstredend war schon im Vorfeld der Abfertigungsbemühungen sonnenklar festgelegt, dass eine neue Errungenschaft in Sachen morgendlicher Süperb-Zubereitung anberaumt war. Dieses Mal jedoch was sozusagen Handefestes, Knallhartes, Unwiderstehliches, ja eben etwas das sozusagen Hand und Fuß aufwies.
 
Zahlreiche meiner kochtechnischen Behältnisse weisen diese Eigenschaft auf, die einmal darauf beruht, praktisch zu sein, obendrein noch spültechnisch unwiderstehlich ist, heißt rein in die Maschine und gut ist! Desweiteren absolut hitzebeständig, heißt backofentauglich und einer äußerlich feinstem Glanz unterworfenen Oberfläche higlight-mäßig oberster Priorität entspricht.
 
Leider hat die Gute bei einigen Versuchen die Missetat anberaumt, zum Schluckspecht fettähnlicher Subtanzen zu werden, heißt im Klartext: DIE PFANNE SCHLUCKTE VIEL ZU VIEL FETT! Also Hüftgold "come on!" - oh NEIN!!!

 
 
 
Infolge keimte eine neue Idee in mir auf. Bei meinem nächsten Einkauf im Einkaufscenter waren also Vergleiche angesagt, solche jedoch, die mir schneller als gedacht, die eh schon des öfteren zu Berge stehenden Haare noch höher schneller ließen.
 
Divers angebotene Markenprodukte erwiesen sich für mich als vieeel zu teuer, auch noch deshalb, da ich für eine kleine Singlepfanne nicht gleich mein ganzes Vermögen investieren wollte - Onkel Dagobert liegt meilenweit entfernt. Da waren z.B. kleine Minipfannen, also in der Größe wie sie meinen Vorstellungen entsprachen (16 bis 20 cm Durchmesser), für sage und schreibe 70 bis sogar an die 100-Euro-Grenze angepriesen.
 
Mir stockte der Atem und machte auf dem Absatz Kehrt. Ab in Richtung Heimat. Ab an den PC!
 
Wie so oft erwies sich die zeitlich günstigste Variante am effektivsten. Suchtechnisch war wieder einmal Amazon angesagt. Ist schon so, Bestellung abgesandt und schon am nächsten Tag liegt das Gewünschte gebrauchsbereit auf dem Tisch.
 
Also auch dieses Mal zugeschlagen. Zwar gab es nur eine geringe Auswahl in Sachen 16-cm-Single-Behältnissen, welche jedoch dann optimal meinen Vorstellungen in Sachen superschneller morgentlicher Imbisszubereitung entsprach.
 
Der Preis war jetzt nicht sooo optimal (knappe 35 Euro), jedoch war ich bei einigen Recherchen letztendlich doch davon überzeugt, dass die kleine von Fissler genau die Richtige sei.
Antihaftbeschichtet, schnell erhitzbar, hitzespeichernd, robust und noch dazu mit 8jähriger Garantie, spülmaschinengeeignet ebenso. Wobei das bei der Antihaftbeschichtung nicht nötig ist. Mit heißem Wasser schnell mal unter dem Wasserhahn ausgespült und sofort war sie wieder bereit für den erneuten Einsatz.
 
Also auf den Drücker geklickt und ab ging die Post. Dieses Mal dauerte die Lieferung zwar einen Tag länger, was jedoch meine Freude am Objekt nicht zu trüben vermochte. Ganz im Gegenteil, ich freute mich fast noch mehr!
 
Im Anschluss also nun meine neueste Errungenschaft in Sachen Imbiss-Single-Snack-Pfännchen, wobei ich momentan einen totalen Fimmel habe, Kartoffeln in Stifteformat einem pfannkuchenähnlichen Ergebnis zuzuführen.
 
Die graue Reibe hatte ich mal vor Jahren auf der Consumenta (Verbrauchermesse) ergattert und leistet mir fast täglich gute Dienste. Scheibchen hobeln, raspeln grob und fein.
So auch hier die Kartoffel. Eine einzige für eine Portion.
Die Raspel gleich auf die Pfanne gesetzt und los ging die Geschichte. Wobei ich schon der Vorsicht halber ein Küchentuch zum Festhalten benutze. Die Erfahrung lehrt das. ;)
 
Geht ratzefatz: Pfanne auf die Platte gesetzt, Herdplatte eingeschaltet, einen  winzigen Klecks Schweineschmalz vorher ins Pfännchen - wegen dem Geschmack, das ist mir schon wichtig! -, die Reibe aufgesetzt, die Kartoffel gestiftelt und mit dem Pfannenwender während des Bratens festgedrückt bis der Rand anfängt zu bräunen, dann wird der Kartoffelkuchen gewendet und die andere Seite ebenso manifestiert.
 
Das schmeckt einfach wunderbar-herrlich! - Anschließend würze ich mit grobem Salz, Pfeffer aus der Mühle und getrocknetem Bärlauch ... hmmmmmmmmmm ... ich könnte jetzt schon wieder ...... ich glaub, ich bin süchtig! ;)


 


 
Manches Mal gibts auch nur ein Ei. Spiegelei ist hier mein Favorit. Weil ein Ei dann auch wirklich noch nach Ei aussieht. Also der Optik halber anberaumt.
Leider war mein erster Versuch dann doch etwas negativ ausgefallen. Das flotte Herausgleiten des fertiggestellten Hühnerausgangsprodukts war dann doch nicht so vom Glück begleitet, infolge das Ei einer Zusammenfalttour unterzogen wurde und anschließend dem vorgesehenen Ergebnis nicht mehr sehr ähnelte.
 
Ich nehme ja gerne des passenden Geschmacks wegen (wie schon oben erwähnt) Schweineschmalz, deshalb habe ich auch hier wieder eine Spur - vielleicht Messerspitze voll - zum vorherigen Erhitzen in die Snack-Pfanne gegeben. So war dann doch noch ein ENDE-GUT-ALLES-GUT-ERGEBNIS von höchster Güte daraus entstanden.
 
FAKT: Endlich die Richtige gefunden! So steht dem morgendlichen Frühstücksglück sicher nichts mehr entgegen. Hoffe ich doch ... schaun wir mal .....................
 
Jedenfalls bis jetzt ........................
 
 

 





 







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