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Samstag, 2. Juni 2012

K A R T O F F E L suppe

 

 

Kartoffelsuppe

So ein Teller Suppe hat auch was von Nostalgie. Kartoffelsuppe war ja früher ein Arme-Leute-Essen. Wenn das Geld nicht reichte, gab es Kartoffelsuppe. Zumindest bei uns daheim in Franken.
Muttern brauchte sich da aber nicht so wie bei den Baggerns die Hände wund reiben, da gings schon einfacher zur Sache. Die braunen Knollen, nicht so wie heut sauber gewaschen, sondern noch mit richtiger Erde behaftet, wurden erst mal mit einer Bürste geschrubbt. Dafür wurde eine Blechschüssel mit Wasser gefüllt und die Erdäpfel, wie sie ja auch noch hießen, darin gebadet und anschließend einer Bürsten-Prozedur unterzogen.
So gebadet und gesäubert wanderten die guten ja leider nicht fein gekleidet ins Umland, sondern mussten anstehen, um im Kochtopf eine Gemeinsamkeit mit Gleichgesinnten einzugehen; wie etwa Gelbe Rüben - auch Karotten genannt -, Zwiebeln, Sellerie und einer Stange Lauch, wenns vorhanden war.
Das Ensemble durfte dann so eine Viertelstunde im Wasserverein vor sich hinköcheln, wurde meistens noch zerstampft.

Gewürzt wurde nur mit Salz - oder auch schon mit Maggi, das damalige Universalgewürz in den Sechzigern.

Zum Schluss frische Blattpetersilie zerzupft und die Suppe damit bestreut.

Oft auch - und das war dann schon fast ein Sonntagsessen - durfte ein Bündle mitköcheln, das war ein Stück geräuchertes, fett durchzogenes Schweinefleisch mit einer Schwarte dran. Da wurde die Suppe so richtig zur Delikatesse.


Kommentare:

  1. Hallo Marianne,

    Kartoffelsuppe finde ich echt super.
    Habe gerne Cabanossi Scheiben drin :)

    Stellst du auch bald das Rezept von deinem tollen Kiwi Kuchen von facebook online?

    LG Sarah

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    1. Freut mich, dass meine Rezepte Gefallen finden. Klar, der Kiwi-Kuchen. Kommt nach.
      LG Marianne

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